Was ist gemeint mit

Training und Seminare?

Damit sind nicht Fachseminare gemeint, sondern die Vermittlung von sogenannten Soft Skills oder „Weichen Faktoren“. Das sind Fähigkeiten  die unter den Begriffen Soziale Kompetenzen, Einfühlungsvermögen, Konfliktverhalten, Kommunikation u.a. eingeordnet werden können. Es geht darum die zwischenmenschliche Arbeit und den Kontakt zum Kunden so professionell und kompetent wie möglich zu gestalten. Dazu sind eben neben dem Fachwissen eine Reihe von persönlichen Eigenschaften, Einstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten notwendig, besonders aus dem Bereich Soziale Kompetenz und Konfliktmanagement.
 
Soziale Kompetenz (Sozialkompetenz) ist Ihre Fähigkeit, souverän, einfühlsam, fair und konstruktiv mit Ihren Mitmenschen umzugehen. Dazu gehört Ihre Teamfähigkeit, Ihre Fähigkeit zu Empathie, d.h. sich in andere hineinzuversetzen und einzufühlen, sowie das konstruktive Lösen von Konflikten. Zu sozialer Kompetenz gehört Ihre Bereitschaft zu Kooperation mit Menschen, Rücksicht auf Ihre Umwelt und Mitmenschen zu nehmen sowie ehrlich und verlässlich gegenüber anderen aufzutreten und zu handeln. Entscheidend ist der emotional intelligente Umgang mit Gefühlen und Stimmungen, vor allen Dingen Ihre eigenen Gefühle konstruktiv in der Interaktion mit anderen zu leiten und deren Gefühle und Stimmungen wahrnehmen und auf sie eingehen zu können.
 

Training und Seminare zur EMPATHIE

Empathie und Einfühlungsvermögen in Trainings und Seminaren

Empathie (Einfühlungsvermögen) ist die Fähigkeit, sich in die Gedanken, Gefühle und das Weltbild von anderen hineinzuversetzen. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort "empatheia" für "Einfühlung" ab. Empathie impliziert, Gedanken und Gefühle des Anderen so weit wie möglich zu erkennen und aus dem Weltbild (d.h. der Sichtweise und Perspektive) des anderen zu interpretieren.

Training / Seminar über Verständnis und Zuhören

Hier liegt der wirklich entscheidende Punkt: Es geht nicht darum, die Gedanken, Aussagen und Emotionen des Anderen aus einer eigenen Perspektive oder einer pseudo-rationalen / pseudo-objektiven Sichtweise zu werten, sondern zu versuchen zu verstehen, was den Anderen aus seinem Weltbild und seinem Erfahrungshorizont heraus zu bestimmten Handlungen und Meinungen bewegt.
Wer für die Wünsche, Sorgen und Gefühle anderer Menschen taub ist, wird allgemein als "sozial inkompetent" wahrgenommen. Wer gut zuhören kann, seine Gesprächspartner respektiert und auf diese "einfühlsam" eingeht, wird hingegen als sehr sympathischer Mensch erlebt - und zwar nicht nur in der Partnerschaft, sondern auch im Berufsleben. Ein Mangel an Einfühlungsvermögen kommt hingegen in der Wahrnehmung vieler Menschen einem Mangel an Menschlichkeit gleich.Dabei geht Empathie nicht zwangsläufig nur in Richtung Trost, Unterstützung bei Trauer und Sorgen, wie es häufig auf den ersten Blick verstanden wird. Empathie erstreckt sich vielmehr auf das weite Feld von "Verständnis". Dazu gehört auch, außerhalb intimer Gespräche zwischen zwei Menschen, von denen einer vielleicht ein bestimmtes Problem beklagt, andere Menschen und deren Beweggründe im Alltag zu verstehen. Das impliziert in der Praxis zum Beispiel Verständnis für Eitelkeiten, persönliche Steckenpferde und bestimmte Verhaltensweisen wie Geltungssucht, Profiliergehabe, Rechthaberei, Überheblichkeit o.ä. zu haben. Mit Verständnis ist dabei nie zwangsläufig gemeint, dass Sie etwas auch gutheißen. Aber es macht im Sinne von Einfühlungsvermögen und der Wahrnehmung Ihrer Empathie durch den Anderen schon Sinn, dass Sie "verstehen" oder zu verstehen versuchen, was den anderen antreibt, motiviert und geprägt hat. In meinen Training und Seminaren werden diese Fähigkeiten vermittelt und geübt.
Empathie fehlt typischerweise besonders häufig bei zwei Gruppen von Menschen, die regelmäßig glauben, auf Einfühlungsvermögen verzichten zu können. Die erste Gruppe umfasst die Art von Führungskräften, die ihre Interessen durch ihre legitimierte Macht, ihren Status und offiziell zugesprochene ihre Führungsrolle durchsetzen. Sie nutzen die ihnen zur Verfügung stehenden Belohnungs- und Bestrafungsmechanismen, statt sich wirklich in die Menschen hineinzuversetzen, mit denen sie in einer primär befehlsartigen Form umgehen. Die andere Gruppe von Menschen und Mitarbeitern, in denen sich regelmäßig besondere Defizite im Bereich der sozialen Kompetenz allgemein und im Bereich der Empathie konkret ausmachen lassen, besteht aus vorwiegend technisch ausgebildeten Menschen. Diese definieren sich und ihren Selbstwert häufig an ihrem fachlichen Know-how. Im Weltbild der "Techniker" oder "Techies" sind es primär Fachkompetenz, technischer Fortschritt und harte (technische) Fakten, welche den Erfolg ausmachen. Einige neigen dazu, die Rolle und Bedeutung von Trainings und Seminaren über soziale Kompetenzen länger zu negieren, andere erkennen früher oder später, dass Fachwissen allein in einer ganzheitlichen Sichtweise nicht der alleinige Ausschlag gebende Faktor für Erfolg und Zufriedenheit im Berufsleben ist. Je mehr diese Erkenntnis dann fortschreitet, umso eher beginnen auch sie zu lernen, Empathie im Alltag durch hilfreiche mentale Veränderungen und den gezielten Einsatz passender Techniken zu nutzen.
Wenn Sie Ihr Einfühlungsvermögen verbessern möchten, sollten Sie nach Empfehlungen verschiedener Trainer vor allen Dingen in drei Bereichen trainieren: Sie sollten erstens Ihre Fähigkeiten verbessern, Menschen zuzuhören und deren Motive und Beweggründe zu erfahren. Sie sollten Ihre Sinneswahrnehmung bezüglich der Körpersprache Ihrer Mitmenschen schärfen und drittens durch ein solides Grundwissen um Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehler diese so weit möglich vermeiden. Im Detail geht es dabei oftmals um das Erlernen bestimmter kommunikativer Strategien wie zum Beispiel bestimmter Fragetechniken, das Erlernen von "Aktivem Zuhören" und das Erwerben von Wissen um Typologien von Menschen - die nie eine "Wahrheit" sondern lediglich eine Hilfe bei der Einschätzung von Menschen sind. Letztlich ist ein wichtiger Aspekt von Empathie die Menschenkenntnis.

Nutzen des Trainings bzw. Seminare

Einfühlungsvermögen ermöglicht auf präventiver Ebene die Verhinderung von Konflikten und bei vorhandenen Konflikten die weitere Konflikteskalation. Voraussetzung ist, dass sich die Beteiligten in die Lage, Gedanken und Gefühle des jeweils Anderen hineinversetzen und so bereits in einem frühen Konfliktstadium mögliche Probleme und ihre Ursachen erkennen.
Einfühlungsvermögen ermöglicht Ihnen, anderen Menschen effektiv und effizient zu helfen, indem Sie aus der Perspektive des Betroffenen heraus nach Lösungen suchen, Trost spenden und Situationen zutreffend verstehen und interpretieren.
Einfühlungsvermögen steigert insgesamt die Effektivität und Effizienz Ihrer Kommunikation, da Sie durch den Wechsel in die Perspektive des anderen so kommunizieren und argumentieren können, dass Ihre Kommunikation für Ihr Gegenüber maximal relevant ist, indem Sie ihm zum Beispiel die Argumente präsentieren, für die er aufgrund seiner Perspektive, seines Standpunkts und seines Weltbilds empfänglich ist.
Sie wissen mit den eigenen Emotionen und den von anderen so umzugehen, dass diese für Sie und nicht gegen Sie arbeiten.

Sie werden als "sozial kompetent" wahrgenommen und als sympathisch erlebt, weil Sie sich auf den Anderen als Mensch und dessen Sorgen, Ängste, Nöte und sonstigen Emotionen einlassen.